Stadtumbau

Plakatmotive der FDP Chemnitz zur Kommunalwahl am 07. Juni 2009

Geschaffenes erhalten – Neues ermöglichen

Chemnitz steht vor einer neuen Bewährungsprobe. Das Geschaffene muss erhalten und gleichzeitig müssen neue Ansätze für die zukünftigen Herausforderungen entwickelt werden. Wir wollen den Chemnitzern mit einer klugen Kommunalpolitik endlich wieder die Möglichkeit geben, in Chemnitz zu leben, zu arbeiten und hier auch ihren Ruhestand zu genießen. Wir wollen engagierte Bürgerinnen und Bürger, die auch die Möglichkeiten erhalten, sich in Politik und Gesellschaft einzubringen. Dazu wollen wir als Chemnitzer FDP darauf hinwirken, dass die kommunale Abgabenlast nicht weiter ansteigt, dass mehr Spielraum für Investitionen in Bildung ermöglicht und dass das ehrenamtliche Engagement in Vereinen und Initiativen gestärkt wird.

Die beste Politik gegen eine weitere Zersiedlung und gegen den Abriss weiterer Wohnquartiere in unserer Stadt ist die Politik, die mehr Menschen für Chemnitz gewinnt. Der Stadtumbau in Chemnitz muss Kostenerhöhungen bei den Bürgern verhindern. Nicht der Abriss allein darf gefördert werden, sondern auch der Rückbau der zugehörigen Infrastruktur, wie Wasserleitungen, Straßen und Fußwege muss entsprechend gewährleistet werden. Wir setzen daher auf einen Rückbau von außen nach innen, wo er nötig ist und auf eine Ausgewogenheit bei der Erhaltung von Gründerzeithäusern und neuerer Bausubstanz. Wir wollen innerstädtische Brachflächen verhindern. Wir setzen insbesondere auf Flächentausch als Mittel der Stadtplanung.

Aufgrund gestiegener Mobilitätskosten sind wir der Meinung, dass das Leben und Arbeiten in der Stadt zukünftig weiter an Attraktivität gewinnt. Die Vorteile kurzer Wege müssen deshalb stärker betont werden. Stadtumbau muss aus Sicht der FDP Chemnitz dem Ziel folgen, mehr Einwohner für unsere Stadt zu gewinnen. Wir wollen stabile Wohnquartiere. Dazu gehört auch eine intakte Infrastruktur. Wir wollen Wohnquartiere, die kurze Wege zu Lebensmittelnahversorgern, Postfilialen, zum Arzt oder der Apotheke gewährleisten und dadurch das Leben in der Stadt wieder attraktiv machen.

Die FDP Chemnitz bekennt sich zu einer attraktiven und lebendigen Innenstadt. Die Entwicklung der Chemnitzer Innenstadt hat in den vergangenen Jahren deutliche Fortschritte erzielt. Oberstes Ziel muss es sein, leerstehende Gebäude in der Innenstadt zu verhindern. Die Chemnitzer Innenstadt darf aber nicht an der Brückenstraße enden. Zukünftig muss es darum gehen, den Besucherstrom rund um den Markt und das Rathaus auch Richtung Straße der Nationen und dem Brühl zu bewegen. Wir wollen auch den Getreidemarkt und den Jacobiplatz in die Entwicklungen einbeziehen. Wir fordern Anstrengungen, die Alte Aktienspinnerei neu zu nutzen.

Die FDP fordert, Denkmalschutzvorschriften nicht zu restriktiv auszulegen und stattdessen wirtschaftliche Gesichtspunkte in die Betrachtungen einzubeziehen, damit Investitionen nicht verhindert werden. Es ist besser, wenn der Verfall von Gebäuden unter weniger strikten Erfordernissen überhaupt sichergestellt werden kann, als dass denkmalgeschützte Gebäude gänzlich verfallen.

Damit eine stärkere Belebung der Innenstadt gelingt, sind stärker als bisher Veranstaltungen mit Eventcharakter notwendig. Hierzu gehören auch verschiedenste Themenmärkte, die das bisherige Angebot erweitern und Neugier wecken. In den Sommermonaten könnten Sportereignisse wie Beachvolleyballturniere initiiert werden. Hierzu gilt es die Möglichkeiten für Sponsoring zu nutzen.

Um den Einzelhandel dauerhaft in der Innenstadt zu stärken, sind Serviceauszeichnungen für besonders kundenfreundliches Verhalten eine Möglichkeit. Auch ein regelmäßiger Wettbewerb um die beste Schaufenstergestaltung sowie Themenmärkte fördern das Interesse an der Innenstadt. Leerstehende Ladenflächen müssen zwischengenutzt werden können. Die Stadt muss nach Möglichkeit entsprechende Kooperationsinitiativen dazu fördern.