Bildung

Plakatmotive der FDP Chemnitz zur Kommunalwahl am 07. Juni 2009

Wissensgesellschaft ernst nehmen

Bildung ist die wichtigste Grundlage für den Wohlstand und die Entwicklung einer Gesellschaft. Die FDP Chemnitz tritt dafür ein, dass die Chemnitzer Bildungseinrichtungen insbesondere deren Sanierung oberste Priorität erhalten. Kindertagesstätten, Schulen, Berufs- und Förderschulen, die Technische Universität und die Volkshochschule sind die wichtigsten Bildungseinrichtungen in Chemnitz.

Bildung beginnt für die FDP Chemnitz bereits in der Kindertagesstätte. Wir wollen die Elternbeiträge für Kindertageseinrichtungen stabil halten. Eine weitere Erhöhung ist für viele Eltern nicht mehr zu schultern. Der Investitionsrückstau bei der Sanierung von Kindertagsstätten und Schulen muss im gegeben Fall durch Öffentlich-Private-Partnerschaften zügig beendet werden. Bei nachgewiesenem Bedarf sind durch die Kommune auch bauliche Erweiterungen von Kitas auszuführen. Diese müssen so ausgelegt sein, dass behinderte Kinder integriert werden können.

Die FDP Chemnitz setzt sich für wohnortnahe Grundschulen ein. Schülerinnen und Schüler sollen ihre Zeit beim Lernen verbringen und nicht auf dem Schulweg. Kleine Menschen brauchen kurze Wege und kleine Klassen für große Leistungen. Wohnortnahe Schulen sind außerdem die beste Möglichkeit, um die Kosten für die Schülerbeförderung gering zu halten. Wir fordern eine Verbesserung und stetige Überprüfung der Schulwegsicherheit.

Aufgabe der Politik ist es, den Schulen möglichst viel Eigenverantwortung und den Eltern Wahlfreiheit zwischen verschiedenen Schulkonzepten zu geben. Die Schulen sollen selbst über ihr pädagogisches Profil, über Spezifik und Schwerpunkte ihrer Lehrpläne, über ihr Personal und über ihre Sachmittelausstattung entscheiden. Dazu brauchen sie Globalbudgets, in deren Verwendung sich die Politik nicht einmischt. Vor Ort wissen die Menschen am besten, was ihre Schule braucht. Private Schulen dürfen gegenüber staatlichen Schulen nicht schlechter behandelt werden. Die Eltern müssen somit eine echte Wahlfreiheit um das beste Angebot für ihre Kinder haben.

Wir wollen Kinder und ihre Talente fördern und dazu optimale Lernbedingungen ermöglichen. Die FDP Chemnitz setzt sich deshalb nach Möglichkeit für einen Umzug der Musikschule auf den Brühl ein. Somit wird ein Beitrag zur Belebung des Brühls geleistet und die Schülerinnen und Schüler erhalten angemessene Räumlichkeiten. Außerdem bietet die Nähe zur Oper und zu den Städtischen Theatern Synergieeffekte. Verbunden ist das mit der Forderung, dass die Musikschule dann auch ihre Angebote insbesondere mit dem Umland ausbauen kann und eine dauerhafte wirtschaftliche Betreibung sicherstellt wird.

Die FDP Chemnitz setzt sich für eine Öffentlich-Private-Partnerschaft beim Neubau des Schulkomplexes auf dem alten Kasernengelände an der Heinrich-Schütz-Straße ein. Die Körperbehindertenschule und das Chemnitzer Schulmodell müssen dort schnellstmöglich wieder adäquate Lernbedingungen erhalten.

Wir setzen uns für eine schnelle Sanierung der Sprachheilschule ein und wollen die umliegenden Kommunen daran beteiligen. Die Spracheilschule ist schließlich nicht nur für Chemnitz wichtig, sondern für die Region insgesamt. Die Lasten der Sanierung dürfen deshalb nicht nur von der Stadt Chemnitz allein geschultert werden.

Wir wollen in den Chemnitzer Schulen mehr Ganztagsangebote. Hierzu muss auch ganztags pädagogisch geschultes Personal zur Verfügung stehen. Die bisherigen Angebote erfüllen nicht alle diese Anforderung. Die FDP Chemnitz fordert daher eine Analyse der bisherigen Angebote in Chemnitz. Wir wollen dort, wo noch keine Angebote existieren und es am Personal dafür fehlt, die Unterstützung der Angebote durch Ehrenamtliche zielgerichtet ermöglichen. Ebenso setzen wir uns dafür ein, dass die Zusammenarbeit mit regionalen Unternehmen ausgeweitet wird, um frühzeitig das Interesse für die Region und ihre Berufsperspektiven zu wecken. Wir werden uns darüber hinaus aber auch in der Landespolitik weiter für eine Ausweitung und Verbesserung der Ganztagesangebote einsetzen. Sie sind darüber hinaus ein erheblicher Beitrag zur Vereinbarung von Familie und Beruf.

Die FDP Chemnitz bekennt sich zur Notwendigkeit des lebenslangen Lernens. Wir setzen uns dafür ein, dass für berufsbegleitende Weiterbildungen ein kommunaler Angebotskatalog aller beteiligten Akteure bereitgestellt wird. Somit ist es möglich, bisherige Defizite für den zukünftigen Arbeitskräftebedarf der Region zu ermitteln und gezielte Angebote zu erarbeiten. Doppelte Angebote können somit vermieden und Synergien geschaffen werden. Ein kommunaler Weiterbildungsatlas kann hier Orientierung über die regionalen Angebote ermöglichen.

Der Smart Systems Campus an der TU Chemnitz ist ein wichtiger Beitrag für zukunftsfähige Entwicklungen und Produkte in Chemnitz. Diese müssen vorwiegend auch in Chemnitz zu Unternehmensgründungen führen. Vordringliche Aufgabe kommunaler Wirtschaftsförderung ist daher der stetige Dialog, um mögliche Existenzgründungen bereits frühzeitig zu unterstützen.

Der Ausbau eines Career-Centers an der TU Chemnitz muss den Fachkräftebedarf der Region sichern helfen. Die Studierenden an der Technischen Universität müssen frühzeitig, in Kontakt mit Unternehmen der Region treten können. Die Möglichkeiten und Maßnahmen bei der Suche nach Praktika, Werksstudenten und Trainingsmaßnahmen müssen dazu intensiviert werden.

Die Kooperationen mit regionalen Unternehmen und den anderen Hochschulstandorten in Sachsen müssen ausgeweitet werden. Insbesondere Klein- und Kleinstunternehmen müssen dabei stärker als bisher berücksichtigt werden. Bisher sind es vorzugsweise die großen Unternehmen, die sich an der TU Chemnitz präsentieren. Klein- und Kleinstunternehmen fehlt es an Personal und Geld, um sich auf Jobmessen zu präsentieren. Hierzu fordern wir eine gemeinsame Initiative von Stadt, Universität und IHK, um auch diesen Unternehmen bei der Werbung um Fachkräfte zu helfen.